Impfungen bei Katzen

Das Impfen ist bei Katzen in Deutschland keine Pflicht. Generell empfehlen wir das aber in den regelmäßigen Abständen die wichtigsten Vorsorgen durchführen zu lassen. Teilweise können die Kosten sogar über eine Katzenkrankenversicherung abgerechnet werden. Das ist meistens abhängig von dem gewählten Tarif. Wenn Sie die Katze mit in den Urlaub, über die deutschen Grenzen hinaus nehmen, sind gewisse Impfungen verpflichtend.

Die Frage, welche Impfungen wirklich regelmäßig notwendig sind, wird bei Katzen oft heiß diskutiert. Für viele Tierärzte bedeuten die jährlichen Termine feste Umsatzeinnahmen. Generell sollte natürlich zwischen einer reinen Hauskatze und einer Freigänger Katze dabei unterschieden werden. Wurmkuren hingegen machen unserer Erfahrung nach Sinn. Diese können auch bei Hauskatzen regelmäßig erfolgen. Ein Tierarztbesuch ist dafür nicht notwendig. Die Tablette oder das Spot-on können einfach per Versand oder in der Apotheke eingekauft werden. Das ist häufiger um ein Vielfaches günstiger, als beim Tierarzt. So mal der Besuch auch entfällt.

Welche Impfungen notwendig sind

Natürlich gehen die Meinungen hierbei auseinander. Wir stellen hier nur die Meinung einiger Tierärzte da. Die Notwendigkeit einer Impfung sollte und muss aber immer im Einzelfall beurteilt werden. Sehen Sie die nachfolgenden Punkte einfach zunächst als einen Leitfaden.

Das Thema Katzenseuche (Panleukopenie, felines Parvovirus = FPV) ist nach wie vor ein akutes Thema. Generell sollten auch Wohnungskatzen gegen die Katzenseuche regelmäßig geimpft werden. Die meisten der Impfungen enthalten eine Kombination gegen Katzenseuche und Schnupfen. Der Impfstoff gegen die Seuche gilt als sehr wirksam. Beim Schnupfen-Impfstoff zeigt sich jedoch, dass eine Infektion dadurch meistens nicht verhindert werden kann. Einzig die Symptome der Krankheit werden gemildert.

Beim Thema Katzenseuche kommt es allerdings bei der Regelmäßigkeit zu kontroversen Diskussionen. Während einige Tierärzte eine regelmäßige Impfung aussprechen, gibt es andere, die eine solche Impfung als einen lebenslangen Schutz sehen. Eine Wiederholung muss deren Ansicht nach nicht erfolgen. Da wir keine Tierärzte sind, können wir weder die eine noch die andere Meinung bestätigen.

Generell sollte die Katze aber erstmalig mit der 16. Lebenswoche gegen Katzenseuche geimpft werden.

Impfung Felines Leukämievirus (Leukose, FeLV)

Die Impfung gegen Felines Leukämievirus ist generell bei jungen Katzen sinnvoll. Insbesondere dann, wenn diese Freigang haben oder mit anderen Katzen in Berührung kommen. Einige Experten raten bei den Impfungen gegen Felines Leukämievirus zu drei Vorgängen. Dabei sollte die ersten beiden Impfungen im Welpenalter durchgeführt werden, die letzte ein Jahr später.

Wer sich eine zweite Katze anschafft, sollte diese zuvor auf Felines Leukämievirus prüfen lassen, um so die andere zu schützen.

Tollwut Impfung bei Katzen

Seit 2008 gibt es offiziell keine Tollwut mehr. Das bezieht sich allerdings vor allem auf die Fuchstollwut. Ab und zu jedoch ist die Fledermaustollwut noch anzutreffen. Besonders Katzen sind dafür sehr anfällig. Freigänger Katzen sollten daher vorsichtshalber auf Tollwut geimpft werden. Experten empfehlen auch hier die Impfung im Welpenalter, die nächste ein Jahr später. Die Wirksamkeit beläuft sich dann zunächst auf 3 Jahre. Viele Tierärzte verwenden mittlerweile einen Impfstoff, der adjuvansfrei ist. Impfstoffe mit starken Adjuvantien stehen in dem Verdacht, die Bildung von Impfsarkomen (Krebs) zu begünstigen.

Eine Pflicht zu Tollwut besteht übrigens nur dann, wenn Sie mit Ihrer Katze über die Grenzen von Deutschland reisen möchten.

Weitere Impfungen bei Katzen

Neben den oben, wirklich wichtigen Impfungen, gibt es weitere, die regelmäßig erfolgen können. In den meisten Fällen sind diese jedoch nicht notwendig. So zum Beispiel eine Impfung gegen Chlamydien (Bakterien).

Unsere Empfehlung lautet daher: Nur die wirklich notwendigen Impfungen nach Absprache mit dem Tierarzt durchführen. Statt übermäßigen Impfens, lieber einmal pro Jahr zu einer Gesundheitsuntersuchung gehen. Das bezieht sich vor allem auf ältere Katzen, die regelmäßig zur Kontrolle dem Tierarzt vorgestellt werden sollten. Zum Check-in gehören nicht nur die Nieren. Sondern auch Zahnstein und Zahnfleischentzündungen können so einfach erkannt werden.

Hinweis zu den Kosten bei Katzen Impfungen

Bei viele Tarifen in der Katzenkrankenversicherung sind Impfungen, Wurmkuren und sonstige Vorsorgeuntersuchungen erstattungsfähig. Entweder teilweise oder auch ganz. Die meisten Krankenversicherungen für Katzen können dafür bis zu einem bestimmten Betrag pro Jahr in Anspruch genommen werden. Höhe und Inanspruchnahme hängen immer von dem gewählten Tarif ab.